APFS - Apple File System

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Mit iOS 10.3 hat Apple auf Millionen von iPhones, iPads, Apple Watches & Apple TV's ein neues Dateisystem installiert und damit das 30 Jahre alte HFS abgelöst. Was so toll an diesem neuen Dateisystem ist und welche Vorteile es hat, möchte ich euch hier sagen.

Was ist APFS?
APFS steht für Apple File System und löst das 30 Jahre alte HFS Dateisystem ab. Zu dieser Neuentwicklung kam es, da man bei der Entwicklung von HFS noch nichts von USB-Sticks und SSD's gehört hatte. APFS wurde speziell dafür Entwickelt und ist deswegen jetzt das aktuelle Dateisystem in iOS, tvOS und watchOS. macOS wird wohl mit der neuen Version im Herbst APFS unterstützen.

Was ändert sich für den Benutzer?
Eigentlich nicht viel. Es gibt zurzeit zwei stellen an denen ein normaler Benutzer das neue Dateisystem bemerkt. Als erstes wäre da der frei verfügbare Speicherplatz. Dieser wird nach dem Update mehr. Das kommt von der Art & Weise wie APFS den freien Speicherplatz berechnet.
Die zweite Stelle an der man APFS deutlich spürt ist beim kopieren oder verschieben von Dateien. Das macht sich in der allgemeinen Performance von euren iOS-Geräten bemerkbar.
Bei einer Demo auf der WWDC 2016 zeigt Eric Tamura, wie schnell das kopieren mit APFS ist. Als Demonstration kopierte er iTunes auf einen mit APFS und einen HFS formatierten USB Stick. Das Ergebnis dabei war, dass APFS die Datei sofort auf den USB Stick kopiert hat und der Stick mit HFS noch weitere 17 Sekunden benötigte. Ermöglicht wird das ganze durch bessere Speicherplatzoptimierung und den sogenannten "Klone". Um die Klone kurz zu erklären, hier ein Auszug aus Wikipedia:

Klone sind sofort verfügbare Kopien von Dateien oder Verzeichnissen, die keinen weiteren Platz benötigen. Beim Klonen wird nur der Verzeichniseintrag einer Datei kopiert. Beim Ändern einer geklonten Datei werden nur die geänderten Blöcke zusätzlich auf das Laufwerk geschrieben. Dadurch kann das Dateisystem verschiedene Versionen einer Datei vorhalten, und sie beansprucht dabei nur wenig zusätzlichen Platz.

Ist APFS sicherer als HFS+?
Sicherheit stand an erster Stelle bei der Entwicklung von APFS. Deshalb unterstützt APFS nicht nur die Verschlüsslung ganzer Volumes sondern auch einzelner Dateien und sogar sensibler Metadaten (also Teile von Dateien).
Zudem wird auch das entschlüsseln einzelner Dateien unterstützt, ohne die komplette Partition zu entschlüsseln. Als Verschlüsslungsmodi setzte APFS AES-XTS oder AES-CBC ein.

Ich hoffe ich konnte euch einen kleinen Einblick in APFS geben. Für alle die noch tiefer in das Thema einsteigen wollen, habe ich hier noch die halbstündige Demo von der WWDC 2016 und den deutschen, sowie englischen Wikipedia-Artikel verlinkt.