Apple-Blogs anschreiben: Was ich bei Packliste gelernt habe

Ich habe diese Woche Packliste 2.0 an ein paar mittelgroße deutsche Apple-Blogs geschrieben. Neun Mails, jede persönlich. Keine Pressemitteilung, kein BCC, kein 20-MB-Anhang. Einfach gefragt, ob jemand Lust hat, die App mal anzuschauen.

Die wichtigsten Dinge, auf die ich geachtet habe:

Persönlich ansprechen. Nicht nur “Hallo Team”, sondern den Namen des Autors nehmen, wenn man ihn kennt. Und einen Satz, der zeigt, dass man den Blog tatsächlich liest. Bei iPhone-Tricks habe ich geschrieben, dass die App in ihre Tipps-und-Tricks-Ecke passen könnte. Bei Sir Apfelot, dass es eher ein Ratgeber-Thema ist.

Kurz bleiben. Keine fünf Absätze Features. Die Leute haben andere Mails. Ich habe die Neuigkeiten in vier Bullet Points gepackt und dann direkt den Promo-Code dazugelegt.

Promo-Code mitgeben. Ein Code für Premium zeigt, ich meine es ernst. Der Empfänger kann sofort testen, ohne selbst zu bezahlen. Ich habe noch angeboten, bei Bedarf weitere Codes für eine Verlosung zu schicken.

Das Abo-Modell klarstellen. Bei Apple-Nutzern ist “kein Abo” ein echter Schmerzpunkt. Ich habe explizit geschrieben: kostenlos nutzbar, Premium einmaliger Kauf, keine Werbung.

Nicht fordern, sondern fragen. Nicht “bitte schreibt einen Test”, sondern “wenn ihr Lust habt, mal reinzuschauen”. So ist ein Nein auch okay.

Material anbieten, aber nicht aufdrängen. Screenshots, Icon, kurze Feature-Liste, mehr Codes. Alles optional. Der Empfänger soll nichts recherchieren müssen, aber auch nicht mit einem Pressepaket erschlagen werden.

Was ich bewusst nicht gemacht habe: Massenmail, lange Presse-PDF, Follow-up nach zwei Tagen. Das kommt später vielleicht noch, aber nicht gleich.

Mal schauen, wer antwortet.

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