Diese Woche: Packliste, 500 Nutzer und Core Data
Diese Woche hatte für mich zwei Seiten.
Auf der einen Seite kommt bei Packliste echte Nutzung und echtes Feedback an. Auf der anderen Seite arbeite ich gerade an Dingen, die von außen nach einer kleinen Funktion aussehen, intern aber ziemlich tief in die App gehen.
Packliste wird inzwischen von 500 Menschen genutzt. Für eine App, die als Checkliste für unsere eigenen Campingtrips angefangen hat, fühlt sich das ziemlich surreal an. Vor allem, weil die App nicht einfach nur heruntergeladen wird. Menschen öffnen sie vor Reisen, haken Dinge ab und schreiben mir danach sogar Feedback.
Gebaut
Bei Packliste ging es diese Woche viel um die kleinen Abläufe, die eine App im Alltag entweder angenehm oder anstrengend machen.
Ich habe an Reordering für Listen, Kategorien und Items gearbeitet. Eigentlich geht es nur ums Ziehen und Sortieren. Aber genau da merkt man sofort, ob sich eine App gut anfühlt. Ein kleines haptisches Feedback beim Verschieben macht erstaunlich viel aus.
Dazu kam eine Funktion für Dinge, die man immer einpackt: Zahnbürste, Ladekabel, Ausweis, Medikamente und der persönliche Standardkram. Diese Einträge sollen bei neuen Listen automatisch auftauchen, statt dass man sie jedes Mal neu suchen, kopieren oder anlegen muss.
Kein großes Feature für einen App-Store-Screenshot. Aber vermutlich etwas, das Packliste bei der zehnten Reise besser macht als bei der ersten.
Auch an der Außendarstellung habe ich gearbeitet: ein Promo-Bild, das nicht einfach nur UI zeigt, sondern erklärt, worum es bei Packliste geht. Vorlagen, Countdown bis zur Abreise und eine klare Übersicht darüber, was schon im Koffer ist. Schwieriger als gedacht war dabei vor allem die Frage, was wegbleiben kann.
Neben Packliste habe ich weiter am Redesign des Krankie-Dashboards gearbeitet. Die Daten sind größtenteils da. Jetzt geht es um Abstände, visuelle Hierarchie und darum, dass die wichtigsten App-Store-Daten auf einen Blick verständlich sind. Das Repository für das Dashboard ist inzwischen öffentlich.
Außerdem ist ein kleines Nebenprojekt entstanden: ein persönlicher Gravel-Planner als Alternative zu RouteCycle. Der Fokus liegt auf Gravel-Routen und Nebenwegen statt Hauptstraßen. Das Projekt ist noch sehr früh, aber das Repo ist online.
Gelernt
Beim Anschreiben von Apple-Blogs habe ich gelernt, dass App-Store-Promo-Codes und Offer Codes für In-App-Käufe zwei verschiedene Dinge sind.
Ich hatte zuerst die falschen Codes vorbereitet. Sie hätten zwar die App freigeschaltet, aber nicht Packliste Pro. Also alles noch einmal sauber vorbereiten, erneut schreiben und mit einem anderen Apple-Account testen. Beim nächsten Mal kläre ich erst die Code-Art und schreibe danach die Kontakte an.
Eine schönere Nachricht kam von Apple selbst: Ich wurde ins App Store Small Business Program aufgenommen. Dadurch sinkt die Provision auf bezahlte Apps und In-App-Käufe auf 15 Prozent. Mehr von dem, was die Apps einspielen, bleibt damit für Updates und neue Ideen übrig.
Und noch etwas: Feedback von echten Nutzer:innen ist die bessere To-do-Liste. Während einer Wartezeit im Café kamen direkt zwei Mails zu Packliste rein. Das macht die Liste nicht kürzer, hilft aber dabei, die richtigen Dinge als Nächstes zu bauen.
Hängengeblieben
Der große Brocken ist gerade das Teilen von Listen über iCloud.
Von außen ist die Idee simpel: Liste teilen, gemeinsam abhaken, fertig. In der Umsetzung gibt es aber deutlich mehr Sync-Zustände und Sonderfälle, als ich erwartet hatte.
SwiftData war am Anfang eine naheliegende Entscheidung. Beim Teilen zwischen verschiedenen iCloud-Accounts wird es jetzt aber zum Problem.
Deshalb steht gerade eine Umstellung von SwiftData zurück auf Core Data an. Nicht die Arbeit, die ich für diese Woche geplant hatte. Aber wahrscheinlich die richtige Grundlage, wenn gemeinsame Reisen mit Packliste wirklich gut funktionieren sollen.
Nächste Woche
Morgen geht es erst einmal nach Ägypten. Ich versuche, den Urlaub auch als Urlaub zu behandeln.
Wenn unterwegs trotzdem Zeit und Lust da sind, will ich vor allem den iCloud- und Core-Data-Umbau für Packliste weiter sortieren, statt zehn neue Baustellen aufzumachen.
Außerdem möchte ich weiter beobachten, welches Feedback zu den bestehenden Abläufen kommt. Gerade die kleinen Dinge entscheiden am Ende darüber, ob Packliste auf echten Reisen wirklich hilft.